Hauptgerichte

Hokkaido-Kürbis und Bohnen Dopiaza

Ich fürchte, wir müssen der Tatsache ins Auge blicken – Es wird Herbst!

Nachdem mich der Regen nicht mehr in Frieden lässt und die Temparaturen kontinuierlich sinken, gibt es keine Zweifel mehr. Da bleibt nicht mehr viel, als die letzten Sonnenstrahlen zu genießen und sich von der schönen Sommerzeit langsam zu verabschieden :(.

Das Ganze hat allerdings auch seine guten Seiten. Sagen wir fröhlich „Hallo!“ zu Mister Kürbis :). Ich habe mir fest vorgenommen, diesen Herbst mehr mit den verschiedenen Sorten zu experimentieren und mich langsam wieder an ihren Geschmack heranzutasten. Meine Freude an den orangefarbenen Früchten war in den letzten Jahren (durch eine fatale Essenseinladung bei der ich aus Höflichkeit ordentlich zugreifen musste) nämlich eher getrübt. Die Kombination aus Hokkaido und Orange mag für manche Menschen nämlich nach einem leckeren Twist klingen, hat mir jedoch einen solchen „Geschmacksschock“ verpasst, dass ich von Kürbisgerichten für die kommenden Jahre erst einmal großen Abstand genommen habe.

Nun, nach der erfolgreichen „Neu-Einführung“ mit diesem leckeren Essen sehe ich allerdings Hoffnung für den Kürbis in meiner Küche :). Ich habe mir sagen lassen, dass eine Dopiaza ein beliebtes indischen Essen ist, das aus zahlreichen verschiedenen Zutaten bestehen kann. Typisch dafür ist allerdings, dass auf zwei Arten Zwiebeln in das Curry-Gericht integriert werden. Zum Einen werden sie mitgekocht und zum Anderen wie z.B bei mir scharf angebraten und als Topping verwendet :).

Insgesamt entsteht daraus ein herrlich wärmendes und habhaftes Essen, das perfekt für kalte und regnerische Herbsttage geeignet ist :).

Kürbis und Kidney-Bohnen Dopiaza

Für 2 Personen:

  • 400 g Hokkaido-Kürbis
  • 280 g Kidney-Bohnen (Dose)
  • 400 g geschälte stückige Tomaten (Dose)
  • 1 große rote Zwiebel
  • 1 braune Zwiebel
  • 2 EL Petersilie
  • 1 – 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Rapsöl
  • 1 TL scharfes Currypulver
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Chiliflocken
  • Salz und Pfeffer

Schält zuerst eure rote Zwiebel für das Topping und schneidet sie in möglichst dünne Ringe (umso knuspriger werden sie). Verteilt die Zwiebel anschließend zwischen 2 Lagen Küchenpapier und entzieht ihnen durch leichtes Pressen so viel Feuchtigkeit wie möglich (ohne die Zwiebel zu zerquetschen ;)). Erhitzt 1 EL Öl in einer großen Pfanne und gebt die Zwiebeln hinzu. Lasst sie zuerst bei hoher, dann bei niederer Hitze braten bis sie goldbraun sind. Achtet dabei darauf, dass ihr die Zwiebeln nicht allzu häufig bewegt. Nur so werden sie schön gleichmäßig kross. Gebt die fertigen Röstzwiebeln anschließend  wieder auf ein frischen Küchenpapier und lasst sie auskühlen.

Nun könnt ihr euch dem eigentlichen Essen widmen. Dafür schält ihr euren Kürbis und entfernt die Kerne und das flaumige Fruchtfleisch mit einem Esslöffel. Schneidet den Kürbis in Spalten und unterteilt diese in mundgerechte Würfel. Schält die zweite Zwiebel und schneidet sie in grobe Stücke. Nehmt erneut die Pfanne zur Hand und erhitzt das restliche Öl darin. Gebt die zweite Zwiebel hinzu und bratet sie an, bis sie leicht glasig wird. Gebt nun das Currypulver, Kurkuma, Paprikapulver, Chiliflocken und den fein geschnittenen Knoblauch hinzu. Lasst alles zusammen ca. 1 Minute unter ständigem Rühren miteinander verschmelzen. Mischt die Kürbiswürfel unter die Gewürze und löscht das Ganze anschließend mit den Tomatenstücken und Wasser ab (nehmt dafür einfach die Dose als Messbecher und füllt sie 1x voll).

Lasst den Kürbis ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln, bis er bissfest ist.

Anschließend müsst ihr nur noch die abgetropften Bohnen hinzufügen und den Eintopf für weitere 5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und vom Herd nehmen.

Verteilt die Dopiaza auf die Schüsseln und toppt sie mit der Petersilie und den fertigen Röstzwiebeln!

Lasst es euch schmecken! 🙂

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2 Kommentare zu “Hokkaido-Kürbis und Bohnen Dopiaza

  1. Spitzenklasse, und bestens erklärt! Endlich habe ich ‚mal ganz einfach ein gutes indisches Aroma hingekriegt. Hab‘ s mit frischen Gemüsen und Butternusskürbis verfeinert, und alle waren happy.

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